Über soziale Verantwortung
und positiven sozialen impact

Let's fix the future! (2/3)

Hier findest du eine Reihe von 3 Blogposts welche die wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen oder auch Factories, Farmers, und Forests, kurz erklären.

Unser Impact Report, sowie diese Blogposts heißen „Let’s fix the future!”, einfach weil noch sehr viel repariert werden muss. Durch COVID-19 kam es zu großem Chaos, jedoch hat es vorallem nochmals demonstriert das soziale Differenzen und die damit verbundene Ungleichheit, zu verstärkter Armut, Entwaldung und zum Klimawandel führt. Dadurch wurde es besonders deutlich, dass wir mehr denn je zukunftsorientierte Geschäftsmodelle brauchen, welche sich dafür einsetzen die Zukunft zu verbessern und nicht weiterhin zu verschlechtern. 

Unser Unternehmen, dreht sich, gemeinsam mit der FairChain Stiftung, darum alles rund um Sozio-ökonomische und Nachhaltige Themen zu verbessern.  Wie sich dies auf uns und ebenso auf dich auswirkt, erfährst du in dieser Serie an Blogs, und auch in unserem Jahresbericht. Wir hoffen das wir dich inspirieren können. Bei Feedback oder Fragen melde dich gerne bei uns.

Danke für deine Unterstützung! Und …Lets Fix the Future together!

Cheers!
Guido & Team Moyee

Ran an die Fakten!

Moyee Coffee begann als ein soziales Unternehmen, welches sich innovativ und pragmatisch dafür einsetzt, soziale Ungerechtigkeiten mittels einer fairen Wertschöpfungskette anzugehen. Aber vor allem setzt sich Moyee Coffee dafür ein, einen systematischen Wandel zu erzielen, indem es das alternative Business Modell der Fair Chain anwendet. Als wir anfingen vor Ort zu arbeiten, dachten wir es wäre eine faire Lösung Landwirten eine Prämie von 20% für die Kaffeebohnen zu zahlen. Diese Prämie entspricht dem doppelten von dem, das Fair-Trade oder ethische Unternehmen zahlen. Damals waren wir überzeugt, dass dieser Ansatz, das ganze System umkrempeln wird.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir mit 100 Landwirten zusammen daran gearbeitet, die Qualität der Kaffeebohnen zu verbessern. Während dieser Zusammenarbeit haben wir schnell bemerkt, dass unsere Prämie von 20% nicht ansatzweise genug ist, um unseren Landwirten ein stetiges Einkommen zu sichern. Während unsere Prämie einen Anstieg der jährlichen Kaffee Einnahmen von 400€ auf 500€ bewirkte, half unsere lokale Zusammenarbeit mit den Landwirten dabei, zu verstehen, dass die Einkünfte aus dem Kaffeegeschäft mindestens verdoppelt oder verdreifacht werden müssten, um die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Gesundheit, Bildung, eine Unterkunft und ein paar Ersparnisse zu decken, welche Familien benötigen, um die Armut zu bekämpfen. Wir haben schnell erkannt, dass die Kaffee Industrie ziemlich unfair ist und es ziemlich schwierig ist, den fairsten Weg in einer unfairen Industrie zu finden. Also haben wir uns nochmal zusammengesetzt und haben den Ansatz unserer Theory of Change überdacht. Die Theory of Change ist eine Methodik zur Planung und Umsetzung eines neuen Ansatz welche im Bereich der internationalen Entwicklung, und zur Förderung des Wandels benutzt wird (Unicef, 2014). In Zusammenarbeit mit der Fair Chain Stiftung haben wir ein Programm entwickelt, das ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht. Durch das Fair Chain Programm, können Landwirte ihre Betriebe rentabler gestalten. Dies wiederum führt dazu, dass die Lebensqualität der gesamten Gemeinde verbessert werden kann. Ein existenzsicherndes Einkommen für Landwirte in der Kaffeeindustrie sehen wir als langfristige Lösung um die Armut zu bekämpfen und systematischen Wandel zu bewirken. Natürlich braucht jeder Wandel seine Zeit und das haben wir auch bemerkt. 

Jedoch können wir mittlerweile zu jeder Saison immer mehr Landwirte dabei unterstützen die besten Fair Chain Kaffeebohnen zu verarbeiten. In den letzten Jahren haben wir immer wieder unsere sozialen Auswirkungen hinterfragt. Wir lernen durch Handeln. Unsere 20 % FairChain-Prämienzahlungen sind natürlich mit dem Wachstum unseres Verkaufsvolumens gestiegen, was den Landwirten und ihren Gemeinden direkt zugute kommt. Wir wissen auch, dass diese Prämie nicht ausreicht. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf ein Konzept, das wir Living Income Differential nennen, das uns ein viel besseres Verständnis unserer Auswirkungen gibt und wie weit wir die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen geschlossen haben. Unseren Fortschritt verfolgen wir durch 3 Faktoren:

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Prämie gezahlt

Im Jahr 2020 haben wir 78.236€ an FairChain-Prämien für unsere äthiopischen und kenianischen Kaffee Mischungen ausgezahlt. Im Durchschnitt zahlten wir unseren äthiopischen Bauern 300 % mehr als den Fairtrade-Mindestpreis. In Kenia zahlen wir 20 % zusätzlich zum Verkaufspreis.

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in das Programm investiert

Letztes Jahr haben wir 115.505 € in unser Existensicherndes Einkommens Programm investiert. Die Gesamtsumme welches wir in unser Programm investiert haben beträgt dadurch 666.678€.

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Landwirte im Programm

Bis 2020 konnten wir 568 Landwirte in unser Programm aufnehmen.Außerdem haben wir nachhaltige Kompostierung bei 2500 kenianischen Landwirten eingeführt.

MOYEE IST DAS EINZIGE KAFFEE UNTERNEHMEN, DAS EIN EXISTENZSICHERNDES EINKOMMEN IN DEN MITTELPUNKT HANDELNS STELLT UND DIE DADURCH ENTSTANDENE VERÄNDERUNG AUCH NACHWEISEN KANN.

Laut der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bezeichnet ein existenzsicherndes Einkommen das Nettoeinkommen eines Haushalts, das unter den Bedingungen der menschenwürdigen Arbeit verdient wird und ausreicht, um jedem Mitglied des Haushalts einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen (United Nations, 1948). Ein angemessener Lebensstandard wird durch unterschiedliche Faktoren definiert: Gesundheit und Wohlbefinden einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnraum, soziale Fürsorge und noch einige weitere Faktoren. Um dies zu ermöglichen, investieren wir in viele unterschiedliche Projekte die proaktiv zu einem existenzsichernden Einkommen beitragen und die allgemeinen Lebensbedingungen vor Ort verbessern. Dabei sind höhere Preise nur ein Teil der Lösung – höhere Erträge und niedrigere Produktionskosten sind ebenfalls erforderlich.

Die Investitionen sind am Anfang zugegebenermaßen hoch, werden aber geringer, wenn wir die Qualitäts-, Ertrags- und Preisvorteile unserer Interventionen ernten. Das Durchschnittseinkommen einer 7-köpfigen äthiopischen Bauernfamilie beträgt 521 € jährlich. Unser Richtwert für das existenzsichernde Einkommen liegt bei 1.055 € und basiert auf den Kaffee- und Nicht-Kaffee-Einkommen unserer Bauern in Limmu, Äthiopien. Seit wir mit der Erforschung des existenzsichernden Einkommens in unserer Kette begonnen haben, haben wir es in den Mittelpunkt unserer Interventionen gestellt. Es war nicht immer einfach, Benchmarks zu erstellen, unter anderem aufgrund einer schlechten Ernte im Jahr 2018. Also haben wir einen Pool von 100 Bauern in Limmu geschaffen, um die Auswirkungen unserer Interventionen besser einschätzen zu können. Vor unseren Interventionen verdienten diese Bauern jährlich 267 € mit Kaffee. Unser Eingreifen erhöhte ihr Einkommen auf 598 €. Nahe an dem, was für ein existenzsicherndes Einkommen benötigt wird, aber 2019 ging es dramatisch zurück, um 2020 wieder zu steigen. 

Während wir weiterhin eng mit den Limu 1-Bauern zusammenarbeiten und deren Fortschritte sorgfältig überwachen, haben wir auch mit 200 äthiopischen Bauern (Limu 2) eine neue Intervention zum Existenzminimum begonnen. Im Jahr 2021 werden wir unser Programm für existenzsichernde Einkommen auf 12.000 Bauern in Südäthiopien und 2.600 Bauern in Kenia ausweiten. Während dieser Zeit werden wir auch eine Kampagne vorstellen, um neue Röster zu erreichen, damit sie unser Modell annehmen und testen können.

Das FairChain-Modell zielt darauf ab, den Landwirten zu helfen, existenzsichernde Einkommen zu erzielen, nicht nur durch die Verbesserung von Qualität und Erträgen, sondern auch durch die Senkung der Produktionskosten, Investitionen in die Digitalisierung, den Zugang zu Krediten und Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus hat unsere Kaffeebaumpflanzung das Ziel, das Einkommen der Farmer zu verdoppeln. Wir glauben, dass das FairChain-Modell das Potenzial hat, Entwicklungshilfe in Ländern zu ersetzen, die reich an natürlichen Ressourcen wie Kaffee sind.

Unsere soziale To-do-Liste

Wir sind sehr viel Learning by Doing. Auch für uns ist das alles Neuland, aber wir wissen, wohin die Reise geht. Bis 2025 wollen wir 5.000 Landwirte auf einem glaubwürdigen Weg zu einem existenzsichernden Einkommen führen und gleichzeitig beweisen, dass alle unserer ersten Welle von Landwirten in unserem Programm tatsächlich die Armutslücke geschlossen haben.

Unsere nächsten Schritte:

  • 1. Die Eröffnung von zwei Nass Mahlwerken in Äthiopien und Erweiterung des Fair Chain Programms auf mindestens 1000 weitere Landwirte.
  • 2. Erweiterung der Fair Chain Aktivitäten in Kolumbien.
  • 3. Durchführung einer neuen Studie zum Lebensunterhalt in Äthiopien und Festlegung eines Referenzpreises für äthiopischen Kaffee.
  • 4. Einführung einer neuen Wertschöpfungsaktivität für Bauern: Verarbeitung der Fruchtschalen, um die Abfälle der Kaffeekirsche in eine rentable Einkommensquelle für Bauern zu verwandeln, wie z. B. Kompost für Pilze oder die Fermentierung und Herstellung von Pektin.
  • 5. Einführung des ersten Blockchain-gesteuerten Mikrokredits für unsere Bauern.
  • 6. Einführung einer neuen Version, um eine direkte Beziehung zwischen Kaffee Produzenten-und Konsumenten herzustellen und unsere Auswirkungen zu verfolgen #storyproving.

Aber vor allem möchten wir andere Kaffeeunternehmen dazu inspirieren die Fair Chain Methode zu übernehmen und dadurch mehr Landwirt:nnen die Möglichkeit geben ein existenzsicherndes Einkommen zu verdienen. 

Literaturverzeichniss: 

Rogers, P. (2014). Theory of Change, Methodological Briefs: Impact Evaluation 2, UNICEF Office of Research, Florence. 

THE 17 GOALS | Sustainable Development. (2015). Retrieved March 29, 2021, from https://sdgs.un.org/goals 

United Nations. (1948). Universal Declaration of Human Rights. United Nations; United Nations. https://www.un.org/en/about-us/universal-declaration-of-human-rights

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