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Taking stock – going the extra mile

Taking Stock - Going the Extra Mile

Impact Update September 2022

Wenn wir als Verbraucher in den letzten Jahren etwas gelernt haben, dann dass Dinge, die auf der anderen Seite des Globus geschehen, unser Leben hier genauso beeinflussen können. Das ist auch beim Kaffee nicht anders. 

Es ist nicht immer einfach, grüne Bohnen  – oder in unserem Fall gerösteten Mehrwertkaffee – vom Coffee Belt nahe des Äquators auf die andere Seite der Welt zu bringen. Vor allem, wenn man die Herausforderungen bedingt durch Covid 19, die Unterbrechungen durch den russischen Krieg in der Ukraine (der Hafen von Rotterdam konnte einen Container mit unserem Kaffee zwei Wochen lang nicht annehmen!), den plötzlichen Anstieg der Nachfrage und den allgemeinen Druck auf die Schifffahrt seit der Pandemie berücksichtigt.

Wir haben Moyee nicht gegründet, um Kaffee zu verkaufen, sondern um zu beweisen, dass Geschäftsmodelle und Lieferketten radikal anders strukturiert werden können und dazu beitragen können, die globale Ungleichheit anzugehen.

FairChain, ganz kurz gesagt.

Hier ist unser Versuch, die Dinge einfach zu halten. Normalerweise beginnt das Leben einer Kaffeebohne als Kirsche an einer Kaffeepflanze, die von Landwirten gepflegt wird.

Nach der Ernte werden die Bohnen gewaschen, gesäubert und getrocknet und sind dann das, was wir grüne (unverarbeitete) Bohnen nennen. Auf ihrem Weg vom Hochland zu den Exporthäfen werden die grünen Bohnen von verschiedenen Zwischenhändlern umgeschlagen, die jeweils einen Teil des Gewinns behalten. Das Rösten und Verpacken von grünen Bohnen findet fast ausschließlich im Ausland statt, vor allem weil dort die eigentliche Wertschöpfung liegt.

In den letzten 25 Jahren haben fünf riesige multinationale Kaffeekonzerne die Kaffeekette an sich gerissen und ein enormes wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen den Kaffee produzierenden und den Kaffee konsumierenden Ländern geschaffen.

Big Coffee lebt davon, die Gewinnspannen der kaffeeproduzierenden Länder zu verdrängen. Der Preis für einen Cappuccino ist in den letzten Jahren explodiert, aber die Kaffeeproduzenten haben nichts von diesem zusätzlichen Wert mitbekommen. Eigentlich ist es sogar noch schlimmer als das. Sie verdienen heute weniger als je zuvor – nur 10% des Gesamtwerts landen in den Kaffeeanbauländern. Früher waren es 47% des Wertes!

Was moyee Kaffee bewirkt

Moyee FairChain Coffee ist eine Alternative zu all dem. Unser Kaffee wird auf wilden, waldbeschatteten Kaffeepflanzen angebaut und von den Landwirten handgepflückt.

Durch die Röstung im Herkunftsland, anstelle des Exports der grünen Bohnen bleibt mehr Gewinn in den Händen der Männer und Frauen, die den größten Beitrag zum Endprodukt leisten.

Das Herzstück von FairChain ist der 50/50-Ansatz, der darauf abzielt, eine gleichmäßige Aufteilung des Wertes zwischen den Ländern, die Kaffee produzieren, und den Ländern, die ihn konsumieren, zu erreichen.

Die Zukunft - bewusster Konsum

Covid-19 war ebenso verheerend wie augenöffnend. Wir haben heldenhafte Akte der Solidarität erlebt. Wir sahen, wie die Weltwirtschaft zum Stillstand kam und wie sich die Inflation rapide beschleunigte, als sie wieder in Gang kam. Während die Zukunft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch sehr ungewiss ist, gibt es eine große Gruppe von Menschen, die zum normalen Leben zurückkehren wollen.

Wir glauben jedoch, dass es eine noch größere Gruppe geben wird, die offen für neue wirtschaftliche Alternativen und eine Welt mit weniger Umweltverschmutzung, weniger Stress, weniger Konsum, weniger Plastikmüll und mehr Achtsamkeit ist. Menschen, die eine heilende Wirtschaft fordern und nicht eine, die unseren Planeten verwüstet und fast ausschließlich die reichsten 1% versorgt.

Als Marke werden wir dieser neuen Klasse von bewussten Konsumenten zur Seite stehen. Menschen, die eine einzige Tasse (Spezialitäten-)Kaffee, der die Menschen und den Planeten respektiert, zwei Tassen (Armuts-)Kaffee vorziehen, der Profite für die wenigen Privilegierten abwirft, ohne auf unseren Planeten Rücksicht zu nehmen. Die Zukunft ist rosig für zweckorientierte Marken!

unsere großen Pläne - noch viel zu tun

Die globale Kaffeekette soll ins Gleichgewicht gebracht werden:

  1. Aufstieg von Exporteuren mit geringem Volumen (aus Äthiopien und Kenia) zu Exporteuren mit hohem Volumen (Premium).
  2. Unsere Röstaktivitäten in Kenia und Kolumbien ankurbeln, um den Anteil an wirklich lokal geröstetem FairChain-Kaffee auf die von uns angestrebten 90% zu erhöhen. (Im Falle von Lieferkettenproblemen oder für die Produktentwicklung kann es dazu kommen dass ein Teil des Kaffees in unserem Hauptsitz in Amsterdam geröstet wird).
  3. Das Profil unseres Impact Ecosystems so verändern, dass es weniger von einer einzigen Rösterei in Äthiopien abhängig ist und das Risiko logistischer Probleme auf mehrere Röstereien verteilt werden kann.
  4. Das kombinieren von unseren bewährten Verfahren in den Niederlanden, Irland und Deutschland für eine europaweite Einführung.

Dies ist keine leichte Aufgabe und nur mit deiner Unterstützung möglich. Wir machen es auf die harte (und faire!) Art, denn wir legen Wert darauf, es richtig zu machen.

MEHR IN UNSEREM IMPACT REPORT

Neugierig? Begleite uns auf eine Reise durch den Impact Report.

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Moyee B Corp 2022

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https://www.youtube.com/watch?v=tkFHNMFd99w

Yesssss, Moyee ist erneut als Best For the World B Corp. ausgezeichnet worden.
Eine weitere herzerwärmende Anerkennung für unsere FairChain-Mission und unseren unermüdlichen Kampf für eine auf Gleichberechtigung basierende Kaffee-Lieferkette.
Es gibt über 3500 B-Corps in 70 Ländern, die alle den Zweck in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellen. Jedes Jahr werden die besten 5 % als “Best for the World” ausgezeichnet.
B Corps wurden nominiert, weil sie in einem der fünf Wirkungsbereiche am besten abschneiden: Unternehmensführung, Arbeitnehmer, Umwelt, Gemeinschaft und Kundschaft. Best of The World sind die B Corps, die als die besten 5 % ihrer Größengruppe in jedem spezifischen Bereich anerkannt werden. Bislang haben wir die Auszeichnung im Bereich Gemeinschaft viermal gewonnen!
Danke, bcorporation, dass ihr uns diese Plattform bietet, auf der wir uns über die Auswirkungen unserer Arbeit austauschen können. Gemeinsam mit allen anderen B Corps zeigen wir, dass unsere Vision eines veränderten globalen Wirtschaftssystems, das allen Menschen, Gemeinschaften und dem Planeten zugute kommt, nicht nur erreichbar, sondern auch äußerst lohnend ist!
Möchtest du mehr über Moyee als B Corp erfahren? Prüfe unser B Corp-Profil:


Das Beste für die Welt

July 14, 2022

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Unser sozialer Impact

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Über soziale Verantwortung
und positiven sozialen impact

Let's fix the future! (2/3)

Hier findest du eine Reihe von 3 Blogposts welche die wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen oder auch Factories, Farmers, und Forests, kurz erklären.

Unser Impact Report, sowie diese Blogposts heißen „Let’s fix the future!”, einfach weil noch sehr viel repariert werden muss. Durch COVID-19 kam es zu großem Chaos, jedoch hat es vorallem nochmals demonstriert das soziale Differenzen und die damit verbundene Ungleichheit, zu verstärkter Armut, Entwaldung und zum Klimawandel führt. Dadurch wurde es besonders deutlich, dass wir mehr denn je zukunftsorientierte Geschäftsmodelle brauchen, welche sich dafür einsetzen die Zukunft zu verbessern und nicht weiterhin zu verschlechtern. 

Unser Unternehmen, dreht sich, gemeinsam mit der FairChain Stiftung, darum alles rund um Sozio-ökonomische und Nachhaltige Themen zu verbessern.  Wie sich dies auf uns und ebenso auf dich auswirkt, erfährst du in dieser Serie an Blogs, und auch in unserem Jahresbericht. Wir hoffen das wir dich inspirieren können. Bei Feedback oder Fragen melde dich gerne bei uns.

Danke für deine Unterstützung! Und …Lets Fix the Future together!

Cheers!
Guido & Team Moyee

Ran an die Fakten!

Moyee Coffee begann als ein soziales Unternehmen, welches sich innovativ und pragmatisch dafür einsetzt, soziale Ungerechtigkeiten mittels einer fairen Wertschöpfungskette anzugehen. Aber vor allem setzt sich Moyee Coffee dafür ein, einen systematischen Wandel zu erzielen, indem es das alternative Business Modell der Fair Chain anwendet. Als wir anfingen vor Ort zu arbeiten, dachten wir es wäre eine faire Lösung Landwirten eine Prämie von 20% für die Kaffeebohnen zu zahlen. Diese Prämie entspricht dem doppelten von dem, das Fair-Trade oder ethische Unternehmen zahlen. Damals waren wir überzeugt, dass dieser Ansatz, das ganze System umkrempeln wird.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir mit 100 Landwirten zusammen daran gearbeitet, die Qualität der Kaffeebohnen zu verbessern. Während dieser Zusammenarbeit haben wir schnell bemerkt, dass unsere Prämie von 20% nicht ansatzweise genug ist, um unseren Landwirten ein stetiges Einkommen zu sichern. Während unsere Prämie einen Anstieg der jährlichen Kaffee Einnahmen von 400€ auf 500€ bewirkte, half unsere lokale Zusammenarbeit mit den Landwirten dabei, zu verstehen, dass die Einkünfte aus dem Kaffeegeschäft mindestens verdoppelt oder verdreifacht werden müssten, um die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Gesundheit, Bildung, eine Unterkunft und ein paar Ersparnisse zu decken, welche Familien benötigen, um die Armut zu bekämpfen. Wir haben schnell erkannt, dass die Kaffee Industrie ziemlich unfair ist und es ziemlich schwierig ist, den fairsten Weg in einer unfairen Industrie zu finden. Also haben wir uns nochmal zusammengesetzt und haben den Ansatz unserer Theory of Change überdacht. Die Theory of Change ist eine Methodik zur Planung und Umsetzung eines neuen Ansatz welche im Bereich der internationalen Entwicklung, und zur Förderung des Wandels benutzt wird (Unicef, 2014). In Zusammenarbeit mit der Fair Chain Stiftung haben wir ein Programm entwickelt, das ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht. Durch das Fair Chain Programm, können Landwirte ihre Betriebe rentabler gestalten. Dies wiederum führt dazu, dass die Lebensqualität der gesamten Gemeinde verbessert werden kann. Ein existenzsicherndes Einkommen für Landwirte in der Kaffeeindustrie sehen wir als langfristige Lösung um die Armut zu bekämpfen und systematischen Wandel zu bewirken. Natürlich braucht jeder Wandel seine Zeit und das haben wir auch bemerkt. 

Jedoch können wir mittlerweile zu jeder Saison immer mehr Landwirte dabei unterstützen die besten Fair Chain Kaffeebohnen zu verarbeiten. In den letzten Jahren haben wir immer wieder unsere sozialen Auswirkungen hinterfragt. Wir lernen durch Handeln. Unsere 20 % FairChain-Prämienzahlungen sind natürlich mit dem Wachstum unseres Verkaufsvolumens gestiegen, was den Landwirten und ihren Gemeinden direkt zugute kommt. Wir wissen auch, dass diese Prämie nicht ausreicht. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf ein Konzept, das wir Living Income Differential nennen, das uns ein viel besseres Verständnis unserer Auswirkungen gibt und wie weit wir die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen geschlossen haben. Unseren Fortschritt verfolgen wir durch 3 Faktoren:

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Prämie gezahlt

Im Jahr 2020 haben wir 78.236€ an FairChain-Prämien für unsere äthiopischen und kenianischen Kaffee Mischungen ausgezahlt. Im Durchschnitt zahlten wir unseren äthiopischen Bauern 300 % mehr als den Fairtrade-Mindestpreis. In Kenia zahlen wir 20 % zusätzlich zum Verkaufspreis.

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in das Programm investiert

Letztes Jahr haben wir 115.505 € in unser Existensicherndes Einkommens Programm investiert. Die Gesamtsumme welches wir in unser Programm investiert haben beträgt dadurch 666.678€.

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Landwirte im Programm

Bis 2020 konnten wir 568 Landwirte in unser Programm aufnehmen.Außerdem haben wir nachhaltige Kompostierung bei 2500 kenianischen Landwirten eingeführt.

MOYEE IST DAS EINZIGE KAFFEE UNTERNEHMEN, DAS EIN EXISTENZSICHERNDES EINKOMMEN IN DEN MITTELPUNKT HANDELNS STELLT UND DIE DADURCH ENTSTANDENE VERÄNDERUNG AUCH NACHWEISEN KANN.

Laut der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bezeichnet ein existenzsicherndes Einkommen das Nettoeinkommen eines Haushalts, das unter den Bedingungen der menschenwürdigen Arbeit verdient wird und ausreicht, um jedem Mitglied des Haushalts einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen (United Nations, 1948). Ein angemessener Lebensstandard wird durch unterschiedliche Faktoren definiert: Gesundheit und Wohlbefinden einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnraum, soziale Fürsorge und noch einige weitere Faktoren. Um dies zu ermöglichen, investieren wir in viele unterschiedliche Projekte die proaktiv zu einem existenzsichernden Einkommen beitragen und die allgemeinen Lebensbedingungen vor Ort verbessern. Dabei sind höhere Preise nur ein Teil der Lösung – höhere Erträge und niedrigere Produktionskosten sind ebenfalls erforderlich.

Die Investitionen sind am Anfang zugegebenermaßen hoch, werden aber geringer, wenn wir die Qualitäts-, Ertrags- und Preisvorteile unserer Interventionen ernten. Das Durchschnittseinkommen einer 7-köpfigen äthiopischen Bauernfamilie beträgt 521 € jährlich. Unser Richtwert für das existenzsichernde Einkommen liegt bei 1.055 € und basiert auf den Kaffee- und Nicht-Kaffee-Einkommen unserer Bauern in Limmu, Äthiopien. Seit wir mit der Erforschung des existenzsichernden Einkommens in unserer Kette begonnen haben, haben wir es in den Mittelpunkt unserer Interventionen gestellt. Es war nicht immer einfach, Benchmarks zu erstellen, unter anderem aufgrund einer schlechten Ernte im Jahr 2018. Also haben wir einen Pool von 100 Bauern in Limmu geschaffen, um die Auswirkungen unserer Interventionen besser einschätzen zu können. Vor unseren Interventionen verdienten diese Bauern jährlich 267 € mit Kaffee. Unser Eingreifen erhöhte ihr Einkommen auf 598 €. Nahe an dem, was für ein existenzsicherndes Einkommen benötigt wird, aber 2019 ging es dramatisch zurück, um 2020 wieder zu steigen. 

Während wir weiterhin eng mit den Limu 1-Bauern zusammenarbeiten und deren Fortschritte sorgfältig überwachen, haben wir auch mit 200 äthiopischen Bauern (Limu 2) eine neue Intervention zum Existenzminimum begonnen. Im Jahr 2021 werden wir unser Programm für existenzsichernde Einkommen auf 12.000 Bauern in Südäthiopien und 2.600 Bauern in Kenia ausweiten. Während dieser Zeit werden wir auch eine Kampagne vorstellen, um neue Röster zu erreichen, damit sie unser Modell annehmen und testen können.

Das FairChain-Modell zielt darauf ab, den Landwirten zu helfen, existenzsichernde Einkommen zu erzielen, nicht nur durch die Verbesserung von Qualität und Erträgen, sondern auch durch die Senkung der Produktionskosten, Investitionen in die Digitalisierung, den Zugang zu Krediten und Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus hat unsere Kaffeebaumpflanzung das Ziel, das Einkommen der Farmer zu verdoppeln. Wir glauben, dass das FairChain-Modell das Potenzial hat, Entwicklungshilfe in Ländern zu ersetzen, die reich an natürlichen Ressourcen wie Kaffee sind.

Unsere soziale To-do-Liste

Wir sind sehr viel Learning by Doing. Auch für uns ist das alles Neuland, aber wir wissen, wohin die Reise geht. Bis 2025 wollen wir 5.000 Landwirte auf einem glaubwürdigen Weg zu einem existenzsichernden Einkommen führen und gleichzeitig beweisen, dass alle unserer ersten Welle von Landwirten in unserem Programm tatsächlich die Armutslücke geschlossen haben.

Unsere nächsten Schritte:

  • 1. Die Eröffnung von zwei Nass Mahlwerken in Äthiopien und Erweiterung des Fair Chain Programms auf mindestens 1000 weitere Landwirte.
  • 2. Erweiterung der Fair Chain Aktivitäten in Kolumbien.
  • 3. Durchführung einer neuen Studie zum Lebensunterhalt in Äthiopien und Festlegung eines Referenzpreises für äthiopischen Kaffee.
  • 4. Einführung einer neuen Wertschöpfungsaktivität für Bauern: Verarbeitung der Fruchtschalen, um die Abfälle der Kaffeekirsche in eine rentable Einkommensquelle für Bauern zu verwandeln, wie z. B. Kompost für Pilze oder die Fermentierung und Herstellung von Pektin.
  • 5. Einführung des ersten Blockchain-gesteuerten Mikrokredits für unsere Bauern.
  • 6. Einführung einer neuen Version, um eine direkte Beziehung zwischen Kaffee Produzenten-und Konsumenten herzustellen und unsere Auswirkungen zu verfolgen #storyproving.

Aber vor allem möchten wir andere Kaffeeunternehmen dazu inspirieren die Fair Chain Methode zu übernehmen und dadurch mehr Landwirt:nnen die Möglichkeit geben ein existenzsicherndes Einkommen zu verdienen. 

Literaturverzeichniss: 

Rogers, P. (2014). Theory of Change, Methodological Briefs: Impact Evaluation 2, UNICEF Office of Research, Florence. 

THE 17 GOALS | Sustainable Development. (2015). Retrieved March 29, 2021, from https://sdgs.un.org/goals 

United Nations. (1948). Universal Declaration of Human Rights. United Nations; United Nations. https://www.un.org/en/about-us/universal-declaration-of-human-rights

MEHR IMPACT

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Unser wirtschaftlicher Einfluss

Unser wirtschaftlicher Einfluss
wertvolle Arbeitsplätze UND EINE ZUKUNFT OHNE ENTWICKLUNGSHILFE

Lass uns die Zukunft reparieren! (1/3)

Hier findest du eine Reihe von 3 Blogposts welche die wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen oder Fabriken – Landwirte – Wälder, kurz erklären.

Unser Impact Report, sowie diese Blogposts heißen „Let’s fix the future!”, einfach weil noch sehr viel repariert werden muss. Durch COVID-19 kam es zu großem Chaos, jedoch hat es vorallem nochmals demonstriert das soziale Differenzen und die damit verbundendene Ungleichheit, zu verstärkter Armut, Entwaldung und Klimawandel führt. Dadurch wurde es besonders deutlich, dass wir mehr denn je zeitgerechte Geschäftsmodelle brauchen, welche daran interessiert sind die Zukunft zu verbessern und nicht weiterhin zu verschlechtern.

Unser Unternehmen, dreht sich darum, gemeinsam mit der FairChain Stiftung, um verbesserte wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen. Wie sich dies auf uns und ebenso auf dich auswirkt, erfährst du in dieser Serie an Blogs, und auch in unserem Jahresbericht. WIr hoffen das wir dich inspirieren können. Bei Feedback oder Fragen melde dich gerne bei uns. Danke für deine Unterstützung! Und …Lets Fix the Future together!

Danke für deine Unterstützung! Und …Lets Fix the Future together!

Cheers!
Guido & Team Moyee

Ran an die Fakten!

Hier kannst du nachvollziehen wie Moyee Coffee die lokale Wirtschaft beeinflusst. Wir sorgen für eine gesicherte Zukunft durch wertschöpfende Arbeit ohne von Entwicklungshilfe abhängig zu sein.

Wenn es um herkömmlichen Kaffee geht, bleiben maximal 10% des Gesamtwertes im Ursprungsland. Unserer Meinung nach ist das absurd! Indem wir in wertschöpfende Tätigkeiten wie das Rösten und Verpacken im Ursprungsland investieren, helfen wir nicht nur den Kaffee Anbauländern, sich von einer primären (Agrar-) zu einer sekundären (Industrie-) Wirtschaft zu entwickeln. Sondern ermöglichen auch Arbeitsplätze vor Ort, und sorgen außerdem dafür, ein existenzsicherndes Einkommen zu ermöglichen, dadurch helfen wir den Anbauländern die lokale Ökonomie durch Handel statt Entwicklungshilfe zu stärken. Wir sind der Meinung, das Kaffeeanbauländer mehr Wertschätzung verdienen, vor allem da sie eine unersetzbare Position in der Lieferkette haben. Kaffeeanbauländer haben das Recht dazu, gleichberechtigte Handelspartner zu sein, schließlich ist es ihr Kaffee.

Um unsere Effizienz nachvollziehen zu können, messen wir unsere Auswirkungen an 4 Faktoren:

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Arbeitsplätze ermöglicht

Bis Ende 2020 unterstützten wir 61 wertschöpfende Arbeitsplätze in unseren Röstereien in Äthiopien und Kenia. Das ist ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass wir 2015 mit 18 Jobs gestartet haben. Diese Zahl steht für die Arbeitsplätze, die durch die Eröffnung lokaler Röstereien und den Erhalt dieser Arbeitsplätze im Laufe der Jahre geschaffen wurden.

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exportierte Bohnen

Letztes Jahr haben wir in Äthiopien und Kenia satte 77.003 kg geröstet – das ist ein Anstieg von nur 2.180 kg in Äthiopien im Jahr 2015. Dies ist die Anzahl an Kilo Kaffee welche aus Kenia und Äthiopien exportiert wurden.

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vor Ort investiert

Indem wir vor Ort rösten, hinterlassen wir mehr als 5-mal so viel Wert im Herkunftsland im Vergleich zum Branchendurchschnitt. In der Praxis bedeutete dies, dass im Jahr 2020 575.000€ an Gewinnen und Einnahmen in äthiopischen und kenianischen Händen verblieben, während es im Jahr 2015 nur 19.000€ waren.

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Tassen Kaffee getrunken

Wenn wir das FairChain-Bewusstsein anhand von Tassen messen, dann liegt dieses Bewusstsein im Jahr 2020 bei 13,6 Millionen Tassen. So viele Tassen FairChain-Kaffee haben unsere Freunde und Fans getrunken. Dies ist ein radikaler Anstieg von 3,7 Millionen Tassen im Jahr 2015. Wir denken gerne, dass wir eine echte FairChain-Bewegung ausgelöst haben. Unser Ziel ist es, Verbraucher zu inspirieren, bewusste Entscheidungen zu treffen, die echte Auswirkungen haben.

50% köstlich gerechter Kaffee, 50% experimentierfreudigkeit, aber zu 100% für eine gerechte Zukunft.

FairChain zu wählen heißt gegen ein System zu stimmen in welchem Entwicklungshilfe globale Konzerne, welche ihr Vermögen nicht teilen, subventioniert.

Wieso sollte globale Armut, oder die Abholzung von Regenwäldern allein ein Problem sein um welches sich Regierungen weltweit und Hilfsorganisationen kümmern müssen, wenn vor allem Großkonzerne zu einem Großteil dafür verantwortlich sind?

Wieso werden vermögende Menschen immer vermögender und arme Menschen werden tiefer in die Armut getrieben? Kaffee ist weltweit das meist konsumierte Getränk und eines der wertvollsten Güter, darum fragen wir uns tagtäglich, wieso kann der Kaffeeanbau selbst nicht so rentabel sein wie der Verkauf? Wieso kann Entwicklungshilfe nicht schlichtweg durch fairen Handel in den Anbauländern ersetzt werden? Und wieso können wir nicht fairen Kaffee genießen durch welchen jeder in der Lieferkette profitiert? Naja die Antwort ist da, es ist möglich!

Willkommen bei Moyee und unserem Fair Chain Modell.

Es klingt natürlich idealistisch zu sagen, das wir ökonomische Gerechtigkeit anstreben. Aber was bedeutet eigentlich ökonomische Gerechtigkeit? Gute Frage! Hauptsächlich bedeutet ökonomische Gerechtigkeit in der Kaffeeindustrie, die Lieferkette fairer zu gestalten und wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Fair Chain setzt sich für einen 50/50 – Ansatz ein, welcher darauf abzielt, eine gerechte Werte aufteilung zwischen den Ursprungsländern und den Ländern welche Kaffee konsumieren, zu erreichen.

was sonst noch auf der To-Do-Liste steht:

  1. Moyee strebt es an 300.000 Kilogramm pro Jahr zu rösten. Unser Ziel ist es, von Premium-Exporteuren mit geringem Volumen (aus Äthiopien und Kenia) zu Premium-Exporteuren mit hohem Volumen zu skalieren. Unser Plan ist es, unsere Röstaktivitäten in Kenia und Kolumbien zu verstärken und den Anteil von wirklich lokal geröstetem FairChain-Kaffee auf 90 % zu erhöhen. (Im Falle von Lieferkettenproblemen oder für die Produktentwicklung kann es dazu kommen dass ein Teil des Kaffees in unserem Hauptsitz in Amsterdam geröstet wird.
  2. Moyee Coffee möchte ein Vorbild in der globalen Kaffee Industrie sein sodass in der Zukunft mehr der 5,5 millionen Landwirte, welche unterhalb der Armutsgrenze leben, eine rentable Landwirtschaft ermöglicht werden kann.
  3. Wir möchten uns umstrukturieren, sodass wir weniger abhängig von einer einzigen Rösterei in Äthiopien sind, und weniger logistische Probleme auftreten.
  4. Wir möchten unseren Verkauf in mehr Europäische Länder expandieren.

Moyee möchte sich für die Vierte Kaffeewelle einsetzen.

Unser regeneratives und umverteilendes Geschäftsmodell wird viele Marken dazu inspirieren, unserem Beispiel zu folgen. Moyee möchte mit dem Fair Chain-Geschäftsmodell eine Vorreiterrolle einnehmen, vor allem da dieses Model schlichtweg zeitgerecht ist.Wir sind der Meinung dass weitere Marken von der Fair Chain inspiriert werden können. Genauso wie Beyond Meat die Fleischindustrie beeinflusst hat und Oatly die Milchindustrie. Genau das haben wir auch mit Kaffee vor.

MEHR IMPACT

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Unser ökologischer Impact

Forests


Jeder Schluck Moyee Kaffee trägt zum klimaschutz bei.

Let's fix the future! (3/3)

Hier findest du eine Reihe von 3 Blogposts welche die wirtschaftliche, sozialer und ökologischer Impact oder Factories, Farmers und Forests, kurz erklären.

Unser Impact Report, sowie diese Blogposts heißen „Let’s fix the future!”, einfach weil noch sehr viel repariert werden muss. Durch COVID-19 kam es zu großem Chaos, vorallem hat die Krise nochmals soziale Differenzen und die damit verbundene Ungleichheit, welche zu verstärkter Armut, Entwaldung und Klimawandel führt, demonstriert. Dadurch wurde es besonders deutlich, dass wir mehr denn je zukunftsorientierte Geschäftsmodelle brauchen, welche daran interessiert sind zum Klimaschutz beizutragen und nicht den Planeten ruinieren. 

Mit FairChain und Moyee bauen wir unser Unternehmen rund um wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen auf. Wie sich dies auf uns und dich auswirkt, erfährst du im Jahres Bericht. Wir hoffen dass wir dich inspirieren können, und freuen uns über Feedback. 

Danke für deine Unterstützung. 

Cheers!
Guido & Team Moyee

Ran an die Fakten!

Nachdem wir alle Faktoren in der Lieferkette analysiert haben, ergab sich schnell, dass die Landwirte diejenigen sind welche den geringsten CO2 Ausstoß darstellen. Das liegt vor allem daran, dass unsere Kirschen vor Ort von Hand gepflückt werden und dabei auch auf Pestizide und Kunstdünger verzichtet wird.

Entschlüsselt wird deutlich, dass unser CO2-Fußabdruck auf der Ebene der Landwirte am niedrigsten ist. Ein jüngster Erfolg auf unserer Reise zur Reduzierung des Fußabdrucks unseres Kaffees wurde 2020 nach Äthiopien verschifft: ein Container voller Sonnenkollektoren. Wir werden diese Paneele verwenden, um den Dieselgenerator in unserer äthiopischen Nassmühle zu ersetzen, was unseren CO2-Fußabdruck sofort verbessern wird.

Wir messen unseren Einfluss an drei Faktoren:

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CO2 Fußabdruck

Die meisten Kaffees haben einen CO2 Ausstoß von 8-9kg pro Kilogram Kaffee, Moyee CO2 Ausstoß liegt bei 5.4kg Wir sind der Meinung, dass wir diese Zahl noch radikal verbessern können.

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CO2 absorbiert

Unsere Lieferkette hat einen CO2-Überschuss von 795 Tonnen, was bedeutet, dass wir 795 Tonnen mehr CO2 absorbieren als wir emittieren. Einzigartig ist, dass dieser Überschuss größtenteils das Ergebnis unseres eigenen CO2-Insetting-Programms auf unserer Farm in Mizan ist, wo wir 373 Hektar natürliche Waldbaumpflanzung in Äthiopien schützen. Bald können wir noch mehr CO2 absorbieren, indem wir 400.000 Kaffeepflanzen anbauen, welche weitere 1.900 Tonnen CO2 absorbieren.

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geschützter Wald

In den letzten Jahren hat Moyee daran gearbeitet, unser Geschäftsmodell neu zu gestalten, um nicht nur die Entwaldung zu bekämpfen, sondern die bereits verlorenen Wälder zurückzugewinnen, damit unseren Landwirten weiterhin ein existenzsicherndes Einkommen gesichert werden kann.

Moyee Coffee ist das einzige Kaffeeunternehmen das mehr C02 absorbiert als es verbraucht. Dadurch trägst du mit jedem Schluck Moyee Kaffee zum Klimaschutz bei.

Als wir mehr über die Herausforderungen erfuhren, mit denen unsere Landwirte konfrontiert waren, wurde uns deutlich, wie eng ihre Zukunft mit unserer Zukunft verwoben war. Als Waldbewohner:innen stehen unsere Landwirt:innen an vorderster Front der Klimakrise. Ihre umweltfreundlichen Anbaumethoden schützen Wälder – Wälder, die für unser eigenes Überleben im Westen notwendig sind.

Allerdings hat Äthiopien in den letzten 20 Jahren etwa 18 % seiner Wälder verloren, was 71.100.000 Hektar entspricht, genug Bäume, um die gesamten jährlichen CO2-Emissionen der Niederlande zu absorbieren. Jedes Jahr verliert Äthiopien weitere 140.000 Hektar durch Abholzung.

Dadurch blieb uns keine andere Möglichkeit auch Klimaaktivist:innen zu werden. Leider sind wir uns auch bewusst das die Abholzung hauptsächlich durch Armut verursacht wird. Das liegt vor allem daran, dass Landwirt:innen nicht die Möglichkeit überlassen wird, nachhaltig zu wirtschaften, da sie nahezu keine finanziellen Mittel zur Verfügung haben. Im Umkehrschluss bedeutet das, sobald die Einnahmen aus der Kaffeeproduktion zu gering sind, kann Kaffee nicht nachhaltig produziert werden.

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Große Kaffeekonzerne erwirtschaften enorme Gewinne für sich selbst, während sie gleichzeitig Millionen von Landwirten in die Armut drängen, dies führt zur Entwaldung und dadurch sind diese Unternehmen extremst klimaschädlich.

Große Kaffeeunternehmen erwirtschaften enorme Gewinne für sich selbst, während sie gleichzeitig Millionen von Bauern unter die Armutsgrenze drücken, was zu noch mehr Entwaldung und noch größerem Klimawandel führt. Es ist einer der teuflischsten Kreisläufe unserer Zeit.

Unser Ziel ist es, ein Geschäftsmodell nachzuweisen, das negative Externalitäten in positive Externalitäten umwandelt. Neben der Unterzeichnung eines Versprechens für Netto-Null-Emissionen

Unsere Öko-To-Do-Liste

  1. Unseren äthiopischen Flugtransport durch Schiffe ersetzen, so wie auch in Kenia.
  2. Upcycling der Kaffeeschalen auf zu natürlichem Dünger, Backpulver und Pektin.
  3. Wir möchten unser neues kohlenstoffarmes Kaffeeprojekt in Zusammenarbeit mit dem kenianischen Kaffeeforschungsinstitut, Agriterra und der FairChain Foundation mit Unterstützung der niederländischen Regierung, beginnen.
  4. Wir werden unsere Klimapositivität durch unser FairChain Caffeinated Reforestation Programm um weitere 988 Tonnen steigern, beginnend mit 247 Hektar in Mizan, Äthiopien. Dieses Programm befasst sich mit dem Dilemma der Größenordnung, des existenzsichernden Einkommens der Landwirte und des Schutzes der biologischen Vielfalt durch Einwachsen.
  5. Potenzielle Schaffung des Blueprints für den äthiopischen Kaffeesektor, die in der Lage ist, 1 Million Bauern aus der Armut zu befreien und 3,6 Millionen „verlorene“ Hektar Wald in profitable Halbagroforstbetriebe mit erhöhter Biodiversität umzuwandeln.

Mehr Impact

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4. KAFFEEWELLE: VON QUALITY TO EQUALITY

Vierte Kaffeewelle: Von Qualität zu Gleichberechtigung

Kaffee wird immer beliebter, aber wie geht’s weiter?

Aber nicht nur der Konsum ist beliebter, sondern auch die Zubereitung von Kaffee.
Es gibt Millionen Möglichkeiten, Kaffee zu trinken. Und noch mehr Möglichkeiten Kaffee zu produzieren.
Ob ernten, pflücken, rösten, oder brauen, jeder Prozess kann unterschiedlich ablaufen.
Die Kaffeeindustrie ist explodiert und wir trinken mehr Kaffee denn je.
Mit einer Anzahl von fast zwei Milliarden Tassen Kaffee am Tag!

Und die weltweite Nachfrage nach Kaffee wird sich bis 2050 voraussichtlich verdreifachen.

2021 haben wir die sogenannte dritte Kaffeewelle erreicht. Eine Welle, in der sich der Markt darauf konzentriert, uns mehr zu bieten und vorallem nachhaltigere Wege unseren Kaffee zu konsumieren. Kaffeevollautomaten und kostenloser Kaffee am Arbeitsplatz, Kaffeewagen in unseren Parks, Bauernmärkte, internationale Ketten und lokale unabhängige Specialty Cafés.

Wir leben sozusagen in einem goldenen Zeitalter des Kaffees.

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Tassen Kaffee werden jeden Tag getrunken

Die Geschichte des Kaffees:

Die erste Kaffeewelle begann im 19. Jahrhundert, dadurch wurde erstmals Kaffee aktiv im Westen konsumiert. Zuvor wurden die Kaffeebohnen gewöhnlich zuhause geröstet, gemahlt und gebrüht. Durch die Gründung von kommerziellen Kaffeeunternehmen sowie das Maxwell House oder Folgers, wurde der Massenkonsum angetrieben – was die Herstellung und den Kauf erleichterte. Für Unternehmen ging es um Gewinn, für Verbraucher zu Hause um Convenience.

Die zweite Welle begann in den 1900er Jahren und führte neue Sorten und neue Erfahrungen ein, die ab den 1970er Jahren mit Größen wie Peets und Starbucks in vollem Gange waren. Qualität stand definitiv im Mittelpunkt dieser Welle, und Ausdrücke wie Barista, Latte oder Espresso wurden zum festen Bestandteil der Kaffeeterminologie. Vorallem dunkel geröstete Mischungen, welche aus hochwertigen Bohnen hergestellt und in hochmoderenen Maschinen verarbeitet wurden, waren stark gefragt. Der Geschmack wurde stetig verbessert, jedoch lag der Fokus vor allem auf der Erfahrung welche mit dem Kaffee einherging. Dadurch ging es vorallem um das Treffen mit Freunden oder das Kennenlernen während des Kaffees. Während diese Café Kultur wuchs, kritisierten immer mehr Menschen das es mehr um die verkaufte Erfahrung bei Starbucks geht, als um den Kaffee selbst.

Die dritte Welle, die 1999 geprägt wurde, wurde von einer kleinen, aber wachsenden Zahl von Kaffeefans angeführt, deren Denkweise näher an der Weinindustrie, Craft Beer oder ausgewählten Whiskys lag. Im Mittelpunkt stand die Qualität und die Besonderheit der Kaffeebohnen sowie die verschiedenen Faktoren, die den Geschmack des Kaffees erzeugen und beeinflussen können.

Dieser Kaffee hat einen Großteil des letzten Jahrzehnts dominiert – Espressos aus einer einzigen Quelle, Direktmischungen, exquisite Pour Overs und fruchtige Filterkaffees. Die dritte Kaffeewelle, die in Ländern wie den USA, Japan, Australien und weiten Teilen Skandinaviens fest verwurzelt ist, ist auch als „Specialtykaffee“ bekannt, der die einzigartigen Eigenschaften hervorheben möchte, die sich aus der Vielfalt der Kaffeebohnensorten, dem Anbau und der Kultivierung ergeben, Verarbeitungsmethoden, Röstmethoden und die Variablen bei der Getränkezubereitung.

Durch den Kaffee der Dritten Welle begann die Bewegung des direkten Handels welche die Zwischenhändler ausschließt und direkte Verbindungen zwischen Bauern, Röstern und Cafés herstellt. Der direkte Handel verbindet jedoch Röstereien und Cafés mit bereits gut gestellten Landwirt:innen. Kaffeegemeinschaften, die bereits hochwertige und hochpreisige Bohnen produzieren. Landwirten welchen es in der Regel weitaus besser geht als denen, die in extremer Armut leben und auf Ertrag und Qualitätsunterstützung angewiesen sind.

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MOYEE WILL EINE REVOLUTION STARTEN:DIE VIERTE KAFFEEWELLE

Moyee möchte sich besonders auf die Landwirte konzentrieren, die es am dringendsten brauchen.
diejenigen, die die festgelegten Anforderungen nicht erfüllen. Nicht diejenigen, die bereits ein existensicherndes Einkommen verdienen,
sondern diejenigen, die am weitesten davon entfernt sind.
Unser Ziel bei Moyee ist es, eine vierte Kaffeewelle einzuleiten,
wo der Fokus nicht nur auf Qualität, sondern auch auf radikaler Wirkung liegt.

Von Qualität zu Gleichberechtigung. Eine Welle welche ein existenzsicherndes Einkommen für alle Kaffee-Kleinbauern und Bäuerinnen sicherstellt, und nachhaltige Anbaumethoden unterstützt welche die bereits geschädigten Lebensräume des Kaffeegürtels regenerieren können.

Die vierte Kaffeewelle: 
Der Fokus liegt klar auf Qualität und radikalem Einfluss.


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Drop the trash

Moyee Farmer

DIE WAHREN KOSTEN

VON Black Friday

HALLELUJA..  DIE WEIHNACHTSSAISON STEHT VOR DER TÜR...

Und damit auch unser großer lieber Freund Black Friday….

Einzelhändler*innen bieten alles, was man sich nur vorstellen kann, mit größtmöglichen Rabatten an, nur damit Konsument*innen sich von jetzt auf gleich in wilde Tiere verwandeln.
Die dann nurnoch eingesperrt und geschlachtet werden müssen. Wuhu.. Im übertragenen Sinne.
Man nennt das Kapitalismus und Konsumismus .

Sehr profitfreundlich, nicht sehr menschen- und planetenfreundlich.

Aber wen stört das schon, wenn man einen großen, ultradünnen Fernseher 80 % günstiger bekommt??

Nun ja… Es sollte uns stören,zumindest , wenn uns das Überleben und die Zukunft der Menschheit beschäftigt.

die Rabatt-Buttons zertrümmern...

Jetzt gerade ist noch alles Friede, Freude, Eierkuchen. Oder eigentlich nicht wirklich. Gerade jetzt nicht. Einzelhändler*innen und Firmen am Ende der Lieferkette, die die gesamte Kette beeinflussen und durcheinander bringen, sind ein echtes Problem. Wer Rabatt-Buttons drückt stößt den ersten Stein in einem Dominospiel um. Und so gehen sie dahin, als würde ein Streichholz im Regenwald angezündet. Und ehe man sich versieht, ist er Geschichte, der Regenwald. Im Grunde ist es der Anfang vom Ende, ein systematischer Umweltkollaps, aber mit reduzierter Bepreisung. Katsjing: Wir kaufen uns in unsere eigene Zerstörung ein.

Was wirst du dir selbst am Black Friday schenken? Zusätzliche 10 Jahre Lebenszeit für deine zukünftigen Enkelkinder, ein Zugang zu Bildung für Kinder in Entwicklungsländern oder vielleicht doch nur den riesigen Fernseher fürs Schlafzimmer? Denn hey: „Ein Fernseher mehr macht ja keinen Unterschied, oder?“; „Das Ende ist noch nicht so nah“; „Wenn ich nur mein eigenes Verhalten ändere, verändert sich doch eh nichts“; “Wäre es wirklich so schlimm, dann würde uns doch jemand aufhalten.”

Naja… denk mal drüber nach… Die Welt schreit und versucht uns aufzuhalten, aber wir halten unsere Augen und Ohren geschlossen. Wir hören einzig auf die Sprache, die wir kennen: die menschliche Sprache. Und die schreit „MEHR MEHR MEHR“.

Wir gefährden unser Überleben, und kurbeln die Zerstörung an: größere Autos, größere Fernseher, größere Häuser, mehr Geld, größere Brieftaschen, niedrigere Preise.

Hätte an diesem Black Friday gerettet werden können:

0
TONNEN KOHLENSTOFFEMISSIONEN

=

0
RÜCKFLÜGE ZWISCHEN LONDON UND SYDNEY
0
KILO BLAUWALE

SIND WIR BRAINWASHED?

Wir mögen verrückte, wahnsinnige Träumer sein, aber wir weigern uns zu glauben, dass die letzten 200 Jahre hartes kapitalistisches Brainwashing (dank geht raus an Adam Smith & Co.) uns zu gefühllosen egozentrischen Verbraucher*innen indoktriniert hat. So sehr wir auch ermutigt werden es zu vergessen, bevor wir Verbraucher*innen sind, sind wir Individuen, Leute und Menschen. Menschen, die mit all der Biodiversität und den Systemen um uns herum verbunden sind.

Menschen, die bestimmte Maßnahmen ergreifen, weil sie sich ein glückliches Leben auf einem gesunden Planeten mit gesunden und starken Beziehungen wünschen.

Aus diesem Grund laden wir dich an DIESEM Black Friday dazu ein, diese gierige Verbraucherseite in dir zu vergessen, die billigen Konsumtriebe aufzugeben und zu der Person zurückzukehren, die sich der tatsächlichen Kosten ihrer Entscheidungen bewusst ist.

Die Person, die sich des Tickens der Klimauhr bewusst ist… Und der Ziele für nachhaltige Entwicklung, auf die wir uns gemeinsam festgelegt haben. Die Zeit läuft und wir sind noch NICHT zu spät.

Für alle Ziele HIER KLICKEN

Frist zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele:

Tage
Stunden
Minuten
Sekunden

LASS UNS REDEN ÜBER WAHRE KOSTEN

Untersuchungen von money.co.uk haben ergeben, dass Online-Käufer*innen an diesem Black Friday über 386.234 Tonnen CO2-Emissionen in die Atmosphäre emittieren könnten. Das entspricht 215.778 Hin- und Rückflügen zwischen London und Sydney oder dem Gewicht von 3.679 Blauwale (Haqqi, 2021) . So dunkel sah ein Freitag in der Tat noch nie aus.

Aber.. das scheinen wir vielleicht vergessen zu haben….

Wir als Menschen sind vollständig von den natürlichen Systemen der Welt abhängig: der Atmosphäre, dem Boden, den Ozeanen, den Regenwäldern. Es ist alles miteinander verflochten.

Wir sind die Insekten im Spinnennetz des Lebens des Planeten: Und tatsächlich ist die Spinne eine enorm mächtige Kraft mit acht Beinen, die Taschen mit einer enormen Menge Geld hält.

Wissenschaftler*innen, die sich mit der Komplexitätstheorie befassen (Battiston et al., 2016) , argumentieren, dass ein gleiche Verhalten von verschiedenen komplexen Systemen ausgeht: ein Bankennetzwerk, Immobilien, ein Regenwald oder das Tote Meer; sie verhalten sich nach bestimmten mathematischen Regeln. „Unter normalen Bedingungen reguliert sich das System selbst und erhält einen Gleichgewichtszustand aufrecht. Es kann Stress bis zu einem bestimmten Punkt absorbieren. Aber dann dreht es sich plötzlich um. Es passiert einen Kipppunkt und fällt dann in einen neuen Gleichgewichtszustand , der oft nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Je näher das komplexe System dieser kritischen Schwelle kommt, desto mehr beginnt sein Output zu „flimmern“. Dieses Flimmern tritt auf, wenn ein System als Reaktion auf einen relativ großen Einfluss zwischen alternativen Zuständen hin- und herschaltet (R. Wang et al., 2012) .

Je näher es dem Kipppunkt kommt, desto wilder sind die Schwankungen.
Und die Hitzewellen, massiven Brände und tödlichen Überschwemmungen des letzten Jahres zeigen, wie nahe wir dem Zusammenbruch sind. Die Schwankungen sind wild und der Klimawandel ist real.

Der Klimawandel beeinflusst die sozialen und ökologischen Determinanten von Gesundheit – saubere Luft, sauberes Trinkwasser, ausreichende Nahrung und sichere Unterkünfte. Und wir hier, die sicher und gesund unsere süßen Black Friday-Listen verfassen, Geld ausgeben, sind von all dem am wenigsten betroffen. Menschen in Entwicklungsländern mit schwacher Infrastruktur werden es am schwierigsten haben, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Ein von den Vereinten Nationen erstellter Bericht argumentiert, dass von Armut bedrohte Familien vermehrt dort leben, wo Schäden durch Klimagefahren wie Schlammlawinen, Perioden mit ungewöhnlich heißem Wetter, Wasserverschmutzung und Überschwemmungen sehr wahrscheinlich sind: Der Klimawandel hat das Potenzial, ihre Situation zu verschlechtern und dadurch bereits bestehende Ungleichheiten weiter zu verstärken. (2016) .

Wie lange hält der Shopping Buzz an?

Es liegt in der Natur des Menschen zu glauben, dass du diesen Artikel jetzt kaufen musst, weil du damit Geld sparst. Aber… Wirklich? Würdest du wirklich dieses Paar Schuhe kaufen, diese Air Pods, diese neue Bluse, wenn sie nicht im Angebot wären? Ich höre dich denken… Wahrscheinlich eher nicht, oder? Niedrige Preise erscheinen kurzfristig attraktiv, aber letztendlich werden wir alle die externen Kosten dafür tragen. Tatsächlich beruhen die wahren Kosten von nicht nachhaltigem Konsum und Überproduktion auf der Ausbeutung von Rohstoffen, Arbeiter*innen und der Umwelt. Es ist an der Zeit, dass wir die Angebote nicht mehr annehmen, unser Einkaufsverhalten überdenken und Marken wissen lassen, dass Überproduktion nicht in Ordnung ist.

hier bei Moyee...

Wir sind weit davon entfernt, perfekt zu sein und nicht naiv genug zu glauben, dass wir die Komplexität der Welt so verstanden haben, dass wir die wahren Kosten unseres Kaffees genau berechnen können. Aber wir haben wirklich unser Bestes getan, um es zu versuchen! Armut, Kinderarbeit, Klimawandel, Abholzung, Verlust von Biodiversität, Zwangsmigrationen… All diese Zutaten findet man in fast jeder Tasse Kaffee und das leider kostenlos.

Mit der True Price-Methode können wir soziale und ökologische Kosten reduzieren und sicherstellen, dass sie in unserem wahren Preis enthalten sind.
Unser Ziel ist es, der Kaffeewelt ein Geschäftsmodell anzubieten, das die „dunklen Zutaten“ reduziert, für die Sie nicht bezahlen, und was anschließend hilft, positive externe Effekte zu finanzieren; wie ein existenzsicherndes Einkommen für die Anbauenden und Aufforstungsprogramme.

kaufe weniger, kaufe besser

True Pricing kann unser Wirtschaftssystem in drei Phasen verändern: erstens durch Schaffung von Transparenz, zweitens durch die Beseitigung versteckter Kosten und schließlich durch Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen (TruePrice, 2021) . Du kannst das System transformieren, indem du dich zweimal fragst, ob du etwas wirklich brauchst, ob du den reduzierten Artikel kaufen musst, ob du den wahren Preis kennst, und ob der reduzierte Preis die externen Kosten für die Schädigung des Planeten ausgleicht.

An diesem Black Friday wollen wir dich einladen. Drop the Trash. Entsorge den Müll, den du in deinem Leben nicht brauchst.

Deine Entscheidungen sind deine größte Macht. Wähle mit Bedacht.

wähle mit Bedacht.

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